Viele kennen aus eigener Erfahrung das leidige Thema des Abnehmens. Zahllose Wirkstoffe wurden in diesem Zusammenhang entwickelt und wieder verworfen. Immer wieder kamen neue Produkte auf den Markt, doch keines davon konnte sich auf lange Sicht behaupten. Ende der 1990er Jahre schien sich das zu ändern: Mit Reductil wurde ein Medikament eingeführt, das alle Erwartungen zu erfüllen schien. Die Erfolge waren enorm, doch schon wenige Jahre später verlor es seine Zulassung. Wer nicht darauf verzichten will, kann zwar heute in diversen Online-Shops sogar rezeptfrei Reductil kaufen, ist dabei aber auf Akteure des „Grauen Marktes“ angewiesen. Alles über die Hintergründe  erfahren Sie hier.

Diäten vs. Medikamente

Eigentlich wissen es alle: Auf dem Weg zum Wunschgewicht bringen Diäten nur Frust. Auf lange Sicht führt nur eine konsequente Umstellung der Ernährung und ein gesundes Maß an Sport und Bewegung zum Erfolg. Doch was tun, wenn man bereits unter Adipositas leidet und nicht in eine Diätspirale kommen möchte? Zum einen gibt es die Möglichkeit, den Magen operativ zu verkleinern, doch viele schrecken vor diesem Eingriff zurück.

Zum anderen gibt es eine Reihe von Medikamenten, die versprechen, die Pfunde purzeln zu lassen, doch leider machen diese meistens nur die Brieftasche schlanker. Zu klein ist der Effekt, zu groß die Nebenwirkungen, zu hoch der Preis. Im Moment erlebt ein Medikament eine Comeback, das vor wenigen Jahren vom Markt verschwunden ist. Die Rede ist von Sibutramin, besser bekannt unter der Marke Reductil. In vielen Online-Shops kann heute sogar rezeptfrei Reductil kaufen, obwohl es früher verschreibungspflichtig war. Was ist der Grund für die erneute Popularität dieses Medikaments, und warum hat man es eigentlich verboten?

Wirkstoff Sibutramin

Reductil enthält den Wirkstoff Sibutramin, eine Substanz aus der Gruppe der Amphetamine. Entwickelt wurde es in den späten 1980er-Jahren als Antidepressivum, doch für diese Indikation konnte es sich nicht durchsetzen. Schnell entdeckte man jedoch, dass Patienten durch die Behandlung mit Sibutramin in kurzer Zeit viel Gewicht verloren. In der Folge forschte man in diese Richtung weiter. 1999 kam Reductil auf den Markt, das erste Medikament mit dem Wirkstoff Sibutramin, das für die Behandlung von Adipositas zugelassen war. In dem darauf folgenden Jahrzehnt gehörte es bei dieser Indikation zu den wirkungsvollsten Standardtherapien, die der Medizin jemals zur Verfügung standen. Heute ist es jedoch hierzulande vom Markt verschwunden und nur noch auf Plattformen des Grauen Marktes erhältlich. Was ist passiert?

Verbot

Anfang des 21. Jahrhunderts berichteten die Medien von adipösen Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen, deren Zustand sich durch Reductil rapide verschlechtert haben soll. Es gab sogar einzelne Todesfälle. 2010 ordnete die Arzneimittelbehörde der EU deshalb das Aussetzen des Verkaufs an. Es wurde in den meisten Ländern vom Markt genommen. Nur in wenigen Staaten (außerhalb der EU) ist es heute noch erhältlich.

Kritiker bemängeln, dass es für einen Zusammenhang zwischen den genannten Erkrankungen und dem Medikament keinen eindeutigen Nachweis gibt. Bei allen Todesfällen handelte es sich um Patienten, die eine weit höhere als die therapeutisch empfohlene Dosis eingenommen hatten. Es wurden Vermutungen geäußert, dass das Verbot in Wirklichkeit aufgrund einer gezielten Negativkampagne konkurrierender Pharmaunternehmen durchgesetzt wurde, die den Absatz ihrer eigenen Produkte durch Sibutramin bedroht sahen.

Pro und Contra

Viele übergewichtige Patienten und ihre Ärzte haben in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass es keines der momentan erhältlichen Medikamente ein gleichwertiger Ersatz für Reductil ist (siehe zum Beispiel Xenical). Daher überrascht es nicht, dass sich schon nach kurzer Zeit neue Bezugsquellen abseits der Apotheken auftaten, vor allem im Internet.

Eine abschließende Bewertung über die Relation zwischen Risiko und Nutzen kann an dieser Stelle nicht erfolgen. Die Entscheidung ist jedem Patienten selbst überlassen, wobei aber idealerweise ein Arzt zu Rate zu ziehen ist. Zu bedenken ist auch, dass die Preise für dieses Medikament heute durchwegs teurer sind als früher in der Apotheke. Zudem gibt es keine Erstattung durch die Krankenkassen, wenn man Medikamente auf dem grauen Markt erwirbt.


Bild für rezeptfrei Reductil kaufen


Rezeptfrei Reductil kaufen

Bei vielen Shops kann man heute rezeptfrei Reductil kaufen. Die folgende Auflistung dient allerdings nur zu Zwecken der Dokumentation und ist nicht als Empfehlung zu verstehen:

 


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