Diuretika zum Abnehmen?

Diuretika zum Abnehmen zu verwenden, ist in der Regel keine gute Idee.

von Fatburner
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Titelbild Diuretika zum Abnehmen

Mitunter liest man in sozialen Medien Berichte von mehr oder weniger prominenten Personen, die Diuretika zum Abnehmen verwenden. Die sogenannten „Wasserpillen“ sind eigentlich für Krankheiten wie Herzinsuffizienz und Bluthochdruck gedacht. Sie werden jedoch auch von Menschen eingenommen, die schnell abnehmen wollen. Zwar lassen diese Pillen tatsächlich ein paar Pfunde verschwinden, doch die Wirkung ist nicht nachhaltig und sie können gefährlich sein. 


Wofür Diuretika eigentlich gut sind

Dass Diuretika zum Abnehmen missbraucht werden, war nie vorgesehen. Sie werden in der Regel zur Behandlung von Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Nierenerkrankungen eingesetzt.

Diuretika wirken auf verschiedene Teile der Niere und bewirken, dass Salz (Natrium) und Wasser aus dem Blut gezogen und mit dem Urin ausgeschieden werden. Einige Diuretika bewirken auch, dass Kalium oder Zucker mit dem Urin ausgeschieden werden.

Das Urinvolumen nimmt zu, da Flüssigkeit aus dem Körper in den Urin übergeht. Das Ergebnis ist ein Rückgang von Ödemen (überschüssiges Körperwasser) und eine Senkung des Blutdrucks.

Führen Diuretika zum Abnehmen?

Diuretika können dazu führen, dass die Zahlen auf der Waage schnell sinken. Man sollte aber nicht denken, dass dieser Gewichtsverlust gesund ist. Er ist in erster Linie auf den Verlust von Wasser zurückzuführen. Sobald man etwas trinkt, geht auch das Gewicht wieder nach oben.

Verschiedene Sportler haben in der Vergangenheit Diuretika eingenommen, um schnell Gewicht zu verlieren. Das gilt insbesondere für Sportler, die in bestimmten Gewichtsklassen antreten, wie zum Beispiel Boxer. Wegen ihres Missbrauchs durch Sportler wurden sie in die Liste der verbotenen Substanzen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) aufgenommen. Wenn heute noch Sportler Diuretika kaufen, handelt es sich in der Regel um Bodybuilder, die nicht an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen, aber einen stark definierten Körper anstreben.

Diuretika werden mitunter auch von Menschen missbraucht, die unter Essstörungen wie Bulimia nervosa leiden, um schnell Gewicht zu verlieren und zu „entschlacken“. Langfristiger unangemessener Gebrauch von Entwässerungsmitteln kann jedoch zu einem chronischen Elektrolyt-Ungleichgewicht und zu Nierenerkrankungen führen.

Diuretika zum Abnehmen: die Gefahren

Diuretika dürfen nur auf ärztlichen Rat hin eingenommen werden, um bestimmte Krankheiten zu behandeln. Es gibt drei Hauptklassen von Diuretika, von denen die gebräuchlichsten zusammen mit häufigen Nebenwirkungen im Folgenden aufgeführt sind. Außerdem gibt es noch einige „sonstige“ Diuretika, die in keine der drei großen Gruppen passen.

  • Schleifendiuretika wie Furosemid oder Bumetanid führen zu Schwindel, Magenbeschwerden und Durchfall sowie zu Kaliummangel.
  • Thiazid-Diuretika wie Hydrochlorothiazid oder Chlorthalidon verursachen Kopfschmerzen, Appetitverlust und Haarausfall.
  • Kaliumsparende Diuretika wie Spironolacton oder Eplerenon können Blähungen, Übelkeit und Kopfschmerzen hervorrufen.
  • Sonstige Diuretika wie Mannitol oder Pamabrom verursachen ebenfalls Kopfschmerzen, außerdem Übelkeit, Durchfall und Störungen im Elektrolythaushalt.

Die Einnahme von Diuretika zur Gewichtsabnahme kann zu Dehydrierung, Müdigkeit, Schwindel, niedrigem Blutdruck, Muskelkrämpfen und möglicherweise zu einem ernsten Elektrolyt-Ungleichgewicht führen.

Natürliche Mittel zur Regulierung des Wasserhaushalts

Anstatt zu einer Pille zu greifen, wenn sich im Körper geringe Wassereinlagerungen bilden, kann man es auch mit einer natürlichen Methode versuchen. Die folgenden Strategien haben sich in der Praxis bewährt:

  • Reduzieren Sie Ihren Salzkonsum: Eine hohe Salzzufuhr führt dazu, dass der Körper Wasser einlagert. Der Verzehr einer sehr salzigen Mahlzeit führt zu einem Anstieg der Flüssigkeitsaufnahme, ohne dass die Urinausscheidung erhöht wird. Das Ergebnis ist ein Anstieg des Wassergewichts. Eine Reduzierung des Salzgehalts in der Ernährung kann sicherstellen, dass Sie nicht unnötig Wasser einlagern.
  • Trinken Sie etwas Tee oder Kaffee: Tee und Kaffee wirken leicht harntreibend, und das darin enthaltene Koffein kann auch helfen, ein paar Pfunde abzunehmen.
  • Trinken Sie eine Tasse Hibiskustee: Es gibt Hinweise darauf, dass Hibiskusextrakt (Hibiscus sabdariffa L.) harntreibende Eigenschaften hat, und vorläufige Studien haben gezeigt, dass er sicher und wenig toxisch ist.
  • Naschen Sie Wassermelone, Ananas, Spargel, Brunnenkresse oder Weißdornbeeren: Diesen Früchten wird eine leicht harntreibende Wirkung zugeschrieben. Außerdem sind sie reich an Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien.
  • Kommen Sie ins Schwitzen: Bewegung verbessert die Durchblutung und führt zum Schwitzen. Beides kann die Symptome der Flüssigkeitsretention lindern.

Zusammenfassung

Diuretika zum Abnehmen zu verwenden ist in der Regel keine gute Idee. Zwar führen sie zu einem raschen Gewichtsverlust, doch handelt es sich dabei um Wasser- und nicht um Fettverlust, und Sie nehmen wieder zu, sobald Sie rehydrieren.

Die unsachgemäße Einnahme von Diuretika zum Abnehmen kann zu Dehydrierung, Elektrolytungleichgewichten, Müdigkeit, Muskelkrämpfen und langfristigen Nierenschäden führen. Anstatt auf Wasserpillen zu setzen, um Gewicht zu verlieren, sollten Sie sich an eine gesunde Ernährung und ein Sportprogramm halten, und wenn Sie zusätzliches Wasser einlagern, sollten Sie sich für eine natürliche Methode entscheiden, um es zu verlieren.

Quelle: healthmatch.io

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